Aktuelles/Veranstaltungen

Besuch bei der rumänisch-orthodoxen Gemeinde in Regensburg 19.03.17

Rum. Orth. Gemeinde Rgb. 19.03.17 klein

Am 19.03.17 war der Direktor des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, P. Dr. Dietmar Schon o.p., zu Gast bei der rumänisch-orthodoxen Gemeinde Regensburgs. Der dritte Fastensonntag ist in der Orthodoxie der Verehrung des Hl. Kreuzes gewidmet. Aus diesem Anlass war die Göttliche Liturgie des Hl. Johannes Chrysostomos durch die Chorodia Basilius musikalisch besonders feierlich gestaltet. Den Reichtum an kirchlichen Traditionen bezeugten einige für die rumänische Orthodoxie typische Elemente, mit denen die Liturgie ergänzt wurde - ein Ausdruck der tiefen Verwurzelung der Gläubigen in ihrer Kirche und in deren Überlieferung.

Der Gemeindepfarrer, Vater Alexandru Câmpeanu, begrüßte in seiner Ansprache P. Dietmar Schon namentlich und wies die Gottesdienstteilnehmer nachdrücklich darauf hin, wie sehr die Zeichen der Zeit auf eine vertiefte Zusammenarbeit zwischen orthodoxer und katholischer Kirche drängten. In persönlichem Gespräch mit Vater Câmpeanu und Diakon Georg Hahn bekräftigte P. Dietmar Schon den Wunsch, das Gespräch zu intensivieren und für die weitere Annäherung von orthodoxer und katholischer Kirche fruchtbar zu machen.

Rum. Orth. Gemeinde Rgb. 19.03.17 2 klein

Workshop „Verfasste / öffentliche versus private Religiosität“ in Regensburg 07.03.17

In einem interdisziplinären wissenschaftlichen Kolloquium spürten sechs Referenten (Prof. K. Buchenau, Prof. G. Duijzings, Prof. K. Boeckh, Dr. N. Beljakova, Dr. H. Grunert und Dr. Dietmar Schon o.p.) der Frage nach, wie Kirchen auf von außen auferlegte Veränderungen reagieren, um ihrem Auftrag bestmöglich nachzukommen.

Zwei der Referate zeigten auf: Politische Veränderungen können kirchliche Strukturen stärken und eine überkommene, eher brauchtumsmäßige Laienfrömmigkeit zurückdrängen; sie können sogar Rahmenbedingungen schaffen, die Gläubige stimulieren, von einer Kirche zu einer anderen zu wechseln.

In weiteren Referaten wurde herausgearbeitet, dass Kirchenverfolgungen wie im Bereich der früheren Sowjetunion noch weit drastischere Auswirkungen nach sich ziehen, wenn öffentlicher kirchlicher Gottesdienst verboten und „Kirche“ in den Untergrund abgedrängt wird: einerseits wurde versucht, Gottesdienst und Sakramentenspendungen so gut wie möglich im Verborgenen fortzusetzen, andererseits traten nicht selten Laien in die Rolle der verhafteten und deportierten Kleriker ein, Gemeinden zusammenzuhalten; nur so gelang es vielerorts, zumindest nicht-sakramentalen Gottesdienst aufrechtzuerhalten. Eine andere Reaktionsweise ist die Betonung und Ausdifferenzierung bereits bewährter Formen von Einzelseelsorge, wenn kirchliches Wirken in der Öffentlichkeit durch staatliche Gewalt erschwert oder unmöglich gemacht wird. Manche Akzentverlagerungen bleiben dabei sogar dann wirksam, wenn die Verfolgungssituation wie in den post-sozialistischen Gesellschaften Osteuropas überwunden werden konnte.

Nach den Worten einer Referentin ist der vielleicht wichtigste Ertrag des Workshops der gewonnene Einblick in die Vielfalt von Formen, Mechanismen, Inhalten und in das Ausmaß, mit der kirchliche Institutionen und Gläubige auf staatlich-politische Versuche einer Verdrängung von „Religion“ reagiert haben - ein Einblick, der Vertiefung und Fortsetzung verdient.

Programm

 

Tagung des Arbeitskreises "Theologie und Verkündigung" 03./04.03.17

Der Arbeitskreis "Theologie und Verkündigung" ist ein Zusammenschluss von Dominikanerinnen und Dominikanern aus dem deutschsprachigen Raum, die im Bereich Unterricht und Wissenschaft tätig sind. Die diesjährige Tagung in Augsburg war der östlichen Tradition des Christentums gewidmet und stand unter dem Thema „Ostkirchen: weit weg oder doch ganz nah - Fremde, ferne Welt?
Der Direktor des renommierten Möhler-Instituts für Ökumenik in Paderborn, Dr. Johannes Oeldemann, bot zunächst einen Überblick über die Vielfalt östlicher Kirchen und analysierte dann unter den Aspekten „Identität“ und „Dialog“ die Ergebnisse der Orthodoxen Synode von Kreta (2016). P. Max Cappabianca OP, der sieben Jahre an der Kongregation für die Orientalischen Kirchen in Rom gearbeitet hatte, trug einen spannenden Einblick in Aufgaben und Arbeitsweisen dieser den katholischen Ostkirchen gewidmeten römischen Institution bei. Der Direktor des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, P. Dr. Dietmar Schon OP, war eingeladen, um über die Ostkirchen des arabischen Raums zu informieren. In seinem Vortrag beleuchtete er die dortigen Lebensbedingungen von Christen im Zusammenleben mit einer islamischen Mehrheit und bemerkenswerte Perspektiven ökumenischer Zusammenarbeit in der Region.

Patronatsfest der serbisch-orthodoxen Gemeinde von Regensburg 26.02.17

Patronatsfest St. Nikolauskapelle 02 .17

Am Sonntag, 26.02.17 feierte die serbisch-orthodoxe Gemeinde von Regensburg ihr Patronatsfest, zu dem sie auch den Direktor des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, P. Dr. Dietmar Schon o.p., eingeladen hatte. Nach der Feier der Göttlichen Liturgie in der St. Nikolauskapelle traf sich die Gemeinde im Pfarrsaal der Pfarrei St. Josef in Reinhausen, um gemeinsam diesen besonderen Tag zu begehen. Stadtpfarrer Josef Eichinger begrüsste die Feiernden namens der katholischen Pfarrei und hob die symbolische Bedeutung der unkomplizierten orthodox-katholischen Zusammenarbeit hervor.
 
Patronatsfest Reinhausen 02 17
Das Patronatsfest erinnert an den serbischen Fürsten Stefan Nemanja (um 1113-1200), der 1190 vom byzantinischen Kaiser Isaak II. die Anerkennung der Autonomie Serbiens und damit die faktische Unabhängigkeit seines Landes erreichte. 1197 zog er sich als Mönch mit dem Klosternamen Simeon auf den Berg Athos zurück. Er starb 1200 im dortigen Kloster Hilandar. Simeons letztem Wunsch entsprechend wurden seine Gebeine in die serbische Heimat übertragen und 1207 in dem von ihm gegründeten Kloster Studenica beigesetzt. Den klangvollen Beinamen „der Myronspender“ verdankt der von der serbischen Kirche heilig gesprochene Simeon Wunderberichten, denen zufolge seinem Grab wohlriechendes Myron entfloss. Simeons Bemühen um die kirchliche Organisation Serbiens vollendete sein Sohn, der hl. Sava, nachdem dieser im Jahr 1219 als erster Metropolit der nunmehr selbständigen Serbischen Orthodoxen Kirche anerkannt worden war.

 

Treffen des ostkirchlich-katholischen Gesprächskreises am 06.02.17

Das zweite Treffen des orthodox-katholischen Gesprächskreises in den Räumlichkeiten des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg stand unter dem Thema „Erfahrungen in unseren Kirchen mit ‚den anderen‘“. Die Teilnehmer berichteten dabei von der Sicht, die in ihren Kirchen und in ihren Heimatländern auf die jeweils andere Konfession besteht. Das sich ergebende Bild war erwartungsgemäß vielfältig, zeigte aber doch eindrücklich die Bedeutung auf, die der Begegnung von Menschen verschiedener Konfessionszugehörigkeit im Alltag zukommt.

Dieser „Dialog des Lebens“ betrifft die Menschen unmittelbar und reicht in die Breite und Tiefe der jeweiligen Kirchen hinein. Beispiele von Persönlichkeiten, welche in Wort und Tat für eine Annäherung an Menschen anderer Kirchenzugehörigkeit initiativ geworden sind, unterstrichen nochmals von anderer Seite her die Bedeutung eines solchen „Dialogs des Lebens“. Demgegenüber wurde festgestellt, dass es der theologische Dialog ungleich schwerer hat, Interesse zu finden, da er vielfach als Angelegenheit von Spezialisten gilt.

Dennoch stand für die Gesprächspartner die Bedeutung gemeinsamer theologischer Arbeit außer Frage, vermag sie doch Vorurteile und Ängste abzubauen, die zutreffende Wahrnehmung „des anderen“ zu fördern und „Botschafter“ gelingender kirchlicher Annäherung hervorzubringen. Hier dürfte der kirchenübergreifenden Zusammenarbeit im akademischen Bereich künftig eine noch stärkere Schlüsselrolle zukommen.

Gespräche im Collegium Orientale, Eichstätt am 19./20.01.17

Auf Einladung von Rektor Dr. Oleksandr Petrynko besuchte der Direktor des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, P. Dr. Dietmar Schon o.p., am 19./20. Januar 2017 das Collegium Orientale in Eichstätt. Nach einem ersten Kennenlernen des Hauses und seiner Zielsetzung im Rahmen eines Rundgangs traf Dr. Schon in einer Gesprächsrunde mit der Leitung des Collegium sowie dem aktuellen Stipendiaten der Diözese Regensburg, Herrn Rostyslav Myrosh (Erzeparchie Lemberg), zusammen. Dabei konnte sich Dr. Schon über die örtliche Gestaltung und Schwerpunkte der Studien, die hausinterne Begleitung der Stipendiaten und die Internationalität der Kollegiaten informieren, die einer ganzen Reihe verschiedener Kirchen östlicher Tradition angehören.

Nach einer gemeinsamen byzantinischen Vesper in der stimmungsvollen, mit schönen Fresken ausgestalteten Hauskapelle bot eine zweite Gesprächsrunde Dr. Schon Gelegenheit, seinerseits über das neuerrichtete Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg, seine Zielsetzung und künftigen Schwerpunkte zu berichten. Dabei kamen auch mögliche Anknüpfungspunkte für eine künftige Kooperation beider Einrichtungen zur Sprache

Erstes Treffen des orthododox-katholischen Gesprächskreises

20. Dezember 2016

Eine Gruppe von Angehörigen mehrerer autokephaler orthodoxer Kirchen sowie der römisch-katholischen Kirche traf sich am 20. Dezember 2016 in den Räumen des Ostkircheninstituts der Diözese Regensburg, um Chancen und Möglichkeiten eines solchen Gesprächsforums zu erörtern. Neben dem persönlichen Kennenlernen stand ein erster Gedankenaustausch zu Erwartungen, Anliegen und aktuell drängenden Fragen im Verhältnis beider Kirchen im Mittelpunkt. Alle Teilnehmer der Runde äußerten spontan den Wunsch, den Gesprächskreis fortzuführen. Das nächste Treffen wurde für Februar 2017 ins Auge gefasst.