Unter dem Titel „Synodalität als Impuls für eine Erneuerung der Kirche – Erfahrungen und Gestaltungen aus Ost und West im Vergleich“ konnte in Regensburg vom 16.-18. November ein drittes Fachkolloquium im Jahr 2023 durchgeführt werden. Es fand in Zusammenarbeit zwischen dem Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg und dem Collegium Orientale in Eichstätt statt.
Mit „Synodalität“ in der Kirche verbinden sich große Hoffnungen. In den Augen vieler stellt sie einen Schlüssel dar, um dem kirchlichen Leben neue Impulse zu geben und Kräfte für eine innere Erneuerung freizusetzen. Zugleich zeigen sich divergierende Vorstellungen über Reichweite, Formen und Gestaltung, in denen „Synodalität“ stattfinden kann und soll.
Es darf als Zeichen der Zeit gelten, dass ganz ähnliche Diskussionen zu „Synodalität“ in der römisch-katholischen Kirche, in den katholischen Ostkirchen und in der orthodoxen Kirche geführt werden.
Die angesprochenen Erwartungen und z.T. kontroversen Diskussionen bedürfen einer Versachlichung. Als Beitrag dazu sind beim Kolloquium Einsichten vor allem aus der römischkatholischen Kirche und der ukrainisch-katholischen Kirche gesammelt und verglichen worden. Zur Abrundung wurden Erfahrungen anderer katholischer Ostkirchen und der Orthodoxie einbezogen.
Gerade die Ostkirchen können mit ihrer synodalen Ausrichtung bei gleichzeitigem Festhalten am Leitungsdienst der Bischöfe wertvolle Anregungen, aber auch Desiderata aufzeigen. In der römischkatholischen Kirche spricht die wachsende Bedeutung regionaler Bischofskonferenzen und der weltweit ausgerichteten Bischofssynoden eine ähnlich deutliche Sprache. Es ist kein Zufall, dass jüngst die XVI. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode in Rom unter das Thema „Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Sendung“ gestellt wurde. Die Titelstichworte verweisen darauf, dass nicht zuletzt die Frage nach der angemessenen Beteiligung von Laien im kirchlichen Raum steht – auch dies ein kirchenübergreifendes Faktum.