Fortsetzung des Fachkolloquiums zur Serbischen Orthodoxen Kirche 16.06.18

Mit einer weiteren ganztägigen Veranstaltung in Regensburg wurde am 16. Juni das im Mai begonnene Fachkolloquium „Die Serbische Orthodoxe Kirche in den Herausforderungen des beginnenden 21. Jh.“ abgeschlossen. Wieder kamen dazu akademische Lehrer der Fakultät für Orthodoxe Theologie in Belgrad, einige in Deutschland tätige serbisch-orthodoxe Nachwuchswissenschaftler und eine Reihe hiesiger Experten verschiedener Fachgebiete zusammen, unter ihnen der Dekan der theologischen Fakultät der Universität Regensburg, Prof. Dr. Klaus Unterburger, der Lehrstuhlinhaber für neutestamentliche Exegese, Prof. Dr. Tobias Nicklas, weiterhin Frau Prof. Dr. Katrin Boeckh (IOS Regensburg/ LMU München), Prof. Dr. Siegmund Bonk (Akademischen Forums Albertus Magnus), PD Dr. Thomas Németh (Ostkircheninstitut an der Universität Würzburg) sowie PD Dr. Dietmar Schon o.p. (Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg). 

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Dr. Nenad Božović

Einen ersten inhaltlichen Schwerpunkt der Tagung bildeten Beiträge zur aktuellen theologischen Forschung im Rahmen der Serbischen Orthodoxen Kirche: zur Entwicklung der neutestamentlichen (Ass. Prof. Dr. Vladan Tatalović) bzw. alttestamentlichen Exegese (Dr. Nenad Božović), zur Patristik (Ass. Prof. Dr. Andrej Jeftić) und zur theologischen Auseinandersetzung mit der Moderne (Ass. Prof. Dr. Marko Vilotić). Der neuesten Kirchengeschichte bzw. Zeitgeschichte der Serbischen Orthodoxen Kirche widmeten sich die Beiträge von Nenad Živković (Aktuelle Herausforderungen der kanonischen Organisation durch Schismen und Sondergruppen), Dragiša Jerkić (Die Serbischen Orthodoxen Kirche im Kontext der aktuellen politisch-gesellschaftlichen Situation in Bosnien und Herzegowina); PD Dr. Dietmar Schon o.p. referierte abschließend zum Engagement der Serbischen Orthodoxen Kirche im interreligiösen Dialog. Die Diskussion gestaltete sich durch die engagierte Mitwirkung der erwähnten nicht-referierenden Fachleute und einer Reihe von Doktoranden lebhaft und ertragreich.

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Vortrag von Ass. Prof. Dr. Andrej Jeftić

Die Serbische Orthodoxe Kirche, ihre jüngste Entwicklung und die Herausforderungen durch den fortschreitenden gesellschaftlichen Wandel sind in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum leider etwas aus dem Blick geraten. In der Folge fehlt es hierzulande an einem klaren Bild über den aktuellen Stand des kirchlichen wie wissenschaftlichen Lebens der serbischen Orthodoxie. Ziel des Fachkolloquiums war es, einen Beitrag zu leisten, um diese Lücke zu schließen. Zusammengenommen haben die beiden Teile des Fachkolloquiums das erhoffte facettenreiche Bild zur aktuellen Situation der Serbischen Orthodoxen Kirche und ihrer theologischen Forschung mit wünschenswerter Tiefenschärfe erbracht. Ein willkommener Nebeneffekt der Tagung war der intensive Austausch in persönlicher Begegnung und die Vertiefung bestehender Kontakte, die für die beiden Veranstalter, das Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg und die Fakultät für Orthodoxe Theologie in Belgrad, gleichermaßen von großer Bedeutung sind.

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v.l.n.r.: Prof. Dr. T. Nicklas, PD Dr. Dietmar Schon o.p., Ass. Prof. Dr. Vladan Tatalović 
 
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