Aktuelles/Veranstaltungen

Tagung der deutschen Ökumene-Referenten in Erfurt 15./17.05.19

In Vertretung von Prof. Dr. Christoph Binninger, nahm der Direktor des Ostkircheninstituts, P. Dr. Dietmar Schon, an der diesjährigen Tagung der deutschen Ökumenereferenten in Erfurt teil. Das umfangreiche Programm der Konferenz behandelte eine große Bandbreite aktueller Einzelthemen, darunter „Ökumene nach 2017 - Die Umsetzung der Selbstverpflichtungen“, Berichte u.a. über den Stand der Vorbereitungen zum Ökumenischen Kirchentag 2021 in Frankfurt und ökumenische Informationen aus den Diözesen.

Das diesjährige Studienthema war der orthodoxen Kirche in der Ukraine gewidmet; das Thema lautete „Die Orthodoxe Kirche im Spannungsfeld von Einheit und Autokephalie - Ökumenische Implikationen des ukrainischen Kirchenkonflikts“. Georgios Vlantis (Ökumenisches Patriarchat/ Geschäftsführer der AcK Bayern) und Nikolaj Thon (Berliner Diözese des Moskauer Patriarchats) erläuterten die unterschiedlichen Sichtweisen und Interessen, welche die aktuell schwierige Situation bestimmen.

Sitzung der Ökumene-Kommission 07.05.19

Am 07.05.19 fand die konstituierende Sitzung der diözesanen Ökumenekommission statt. Zu den von Bischof Dr. Rudolf Voderholzer berufenen Mitgliedern zählt für eine weitere Amtszeit auch der Direktor des Ostkircheninstituts, P. Dr. Dietmar Schon. Der Ökumenereferent überreichte zu Beginn der Sitzung die bischöflichen Ernennungsurkunden. Neben Berichten aus den Dekanaten, über den aktuellen Kirchenkonflikt in der Ukraine und über den ökumenischen Gedenkgottesdienst zum Ende des I. Weltkriegs standen vor allem die Planungen für 2019/ 20 im Mittelpunkt der Diskussion.

Besuch in Sibiu 19./22.03.19

Vom 16.-22. März 2019 besuchte der Direktor des Ostkircheninstituts, P. Dr. Dietmar Schon OP, das Ökumenische Institut der Fakultät für orthodoxe Theologie in Sibiu/ Rumänien. Im Rahmen des „Ökumene-Semesters 2019“ hielt er dort einen Vortrag zum Thema „Kommunikation statt Entfremdung - Zur Methodik einer Annäherung zwischen katholischer und orthodoxer Kirche“.

Der Besuch bot darüber hinaus Gelegenheit, mit dem Direktor des Ökumenischen Instituts, Pfarrer Dr. Alexandru Ioniță, und dessen Mitarbeiter Dr. Alexandru-Marius Crișan Möglichkeiten einer künftigen engeren Zusammenarbeit in den Blick zu nehmen und konkrete Projekte vorzubereiten. Dr. Ioniță, der neben seiner wissenschaftlichen Arbeit eine Gemeinde in Hammersdorf/ Guşteriţa, am Stadtrand von Sibiu betreut, erläuterte P. Schon vor Ort die Aufbauarbeit, die notwendig ist, um die Chancen zu zeitgemäßer Seelsorge entsprechend den Erwartungen der Gläubigen zu verbessern. In der Nachbarschaft zur Gemeindekirche befindet sich eine der traditionellen befestigten Kirchen der Siebenbürger Sachsen aus dem 13./ 15. Jh., deren Geschichte Pfarrer Ioniță seinem Gast erläuterte.

Hammersdorf Pfarrkirche innen webSiebenbürger Sachsen Kirche web



 

 

 

 

 

Dr. Alexandru-Marius Crișan begleitete P. Schon bei einer Stadtbesichtigung und bei einer Fahrt nach Cisnădie/ Heltau und Cisnădioara/ Michelsberg in der Umgebung von Sibiu; die dortigen Festungskirchen sind weitere bedeutende Zeugen der bewegten Kirchengeschichte des Landes, die oft von Gegensätzen und Rivalitäten bestimmt war, sich heute aber durch gute ökumenische Zusammenarbeit auszeichnet.
Heltau Kirche webHeltau Kirchen innen webMichelsberg Kirche webMichelberg innen web

Besuch Bischof Grigorije im Ostkircheninstitut und Patronatsfest der serbisch-orthodoxen Gemeinde 23./24.02.19

Im Jahr 2018 hatte die Serbisch-Orthodoxe Synode Bischof Grigorije, den bisherigen Bischof von Zahum-Herzegowina, zum neuen Oberhaupt der Eparchie von Frankfurt und ganz Deutschland ernannt. Im September 2018 wurde er in der Kirche des Hl. Sava in Düsseldorf in sein neues Amt eingeführt. Bei seinem ersten Besuch in Regensburg setzte Bischof Grigorije einen ökumenischen Akzent durch einen Besuch beim Ostkircheninstitut der Diözese Regensburg und dessen Direktor, P. Dr. Dietmar Schon OP. Dabei wurde er begleitet vom bischöflichen Sekretär Marco Vilotic und von Bojan Simic, dem Pfarrer der Regensburger Gemeinde.

SimicViloticSchon webEin Gespräch im Büro des Instituts bot Gelegenheit, den hohen Gast über Zielsetzung und Tätigkeit des Ostkircheninstituts zu informieren. Bischof Gregorije würdigte die gute Zusammenarbeit zwischen der Regensburger Diözese und der hiesigen serbisch-orthodoxen Gemeinde, die in der St. Nikolauskapelle der Pfarrei St. Josef in Reinhausen ihre geistliche Heimat gefunden hat.

Am folgenden Tag, dem 24.02.19, zelebrierte Bischof Grigorije in der St. Nikolauskapelle die feierliche Liturgie zum Patronatsfest des Hl. Sava, an der auch P. Dietmar Schon als Gast teilnahm. Auch bei dieser Feier mit der ganzen serbischen Gemeinde fand Bischof Grigorije herzliche Worte der Anerkennung angesichts guter ökumenischer Kontakte und Zusammenarbeit; als äußeres Zeichen überreichte er P. Dietmar Schon eine Marienikone zur weiteren Ausstattung des Ostkircheninstituts. Die Liturgie endete mit der traditionellen Speisesegnung, die den Übergang zu einem Fest der ganzen Gemeinde mit ihrem Bischof bildete.

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Delegiertenkonferenz der AcK Bayern 01./02.02.19

Vom 1. bis 2. Februar 2019 fand in Augsburg, im Haus St. Ulrich, die diesjährige Delegiertenkonferenz der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Bayern statt. Das Thema lautete: „Ist Gott noch eine Frage? Säkularisation als Herausforderung und Chance für die Ökumene“. Ungefähr 100 Delegierte aus ganz Bayern sowie eine Gruppe von eingeladenen jungen Gästen haben daran teilgenommen.

Es gibt Kontexte, in denen der christliche Glaube zu schwinden scheint; anderswo aber sieht man, dass die Religiosität zunimmt. Angesichts dieser Beobachtungen stellen sich Fragen: Sind Säkularisierungsprozesse ausschließlich negativ konnotiert, oder können sie auch eine Chance für die christliche Ökumene bedeuten? Wie gehen moderne Gesellschaften mit ihrem christlichen Erbe um? Wie antwortet man theologisch auf die Herausforderungen des neuzeitlichen Denkens? Und was bedeutet die Säkularisation für den Missionsauftrag und die Seelsorge der Kirche(n)?

Der Freiburger Religionssoziologe Prof. Dr. Dr. Michael N. Ebertz hielt den einführenden Vortrag ”Es muss doch etwas Höheres geben - Gott in säkularer Gesellschaft“. Darin erläuterte er die Ergebnisse religionssoziologischer Untersuchungen zum heutigen Umgang mit dem Glauben. In weiteren Beiträgen und Workshops wurde das Thema vertieft; dabei kamen auch Chancen der Säkularisierung in den Blick.
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